Mariengymnasium Papenburg in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück

Arne Fuchs

Stellvertretender Schulleiter

Angaben zur Person, zum Familienstand: 

verheiratet, vier Kinder

Schulzeit / Abitur:

Grundschule Vallendar, Gymnasium auf dem Asterstein/ Koblenz

Studium:

Katholische Religionslehre, Geschichte/ Rheinische Friedrich- Wilhelms- Universität Bonn

Referendariat:

Studienseminar Siegburg

Arbeitsstellen:

Oelberggymnasium Königswinter, St. Angela Gymnasium Wipperfürth, Ulrichsgymnasium Norden

Motivation, sich für die Stelle des Stellvertretenden Schulleiters zu bewerben bzw. zu entscheiden:

Aufbruch zu etwas Neuem, Rückkehr in den kirchlichen Dienst an eine Schule mit ihrem speziellen Zuschnitt als privates Mädchengymnasium in kirchlicher Trägerschaft mit einer überschaubaren Größe

Zukünftige Schwerpunkte Ihrer Arbeit am MG:

Um Schwerpunkte zu benennen ist es vielleicht zu früh. Aber ich wäre gern ein loyaler Stellvertreter, ein fruchtbringender Partner im Schulleitungsteam und ein guter Kollege. Später möchte ich aber auch gern eigene Akzente setzen.

Was macht für Sie guter Unterricht aus?

 Zunächst findet guter Unterricht in einem wertschätzenden Umfeld statt. Er ist ein Prozess, der von einigen Grundvoraussetzungen zu tieferen Erkenntnissen führt. Er ist problemorientiert und weckt das Interesse der Schülerinnen. Er ist kognitiv und emotional gleichermaßen anregend.

Welchen Umgang mit der Corona-Pandemie schlagen Sie vor?

Keine Verharmlosung, keine Angst, keine Panik. Eben mit Augenmaß das Mögliche tun, um Ansteckungen zu vermeiden.

Welche (Schul-)Reform würden Sie am liebsten auf den Weg bringen?

Schule ist zu oft Spielball der Politik, das erschwert langfristige Planungen. Auf Kosten der Bildung wurde zu lange zu viel gespart. Oder es wird planlos Geld hineingepumpt, um so Fehler der Vergangenheit zu kompensieren. Ich hätte gerne mehr Expertise in der Bildungspolitik. Leider scheint es oft so, dass jeder weiß, wie Schule geht, weil er selbst mal Schüler war. Das ist der falsche Ansatz. Die Digitalisierung der Schulen voranzubringen ist sicher zwingend nötig, aber bestimmt kein Allheilmittel. Eine tolle Lehrerin, ein toller Lehrer kann mit motivierten Schülerinnen und Schülern, einer Tafel und einem Stück Kreide in einer Schule, in der es durchs Dach regnet, durchaus hervorragenden Unterricht machen.

Ihre Vorbilder?

Klassische Vorbilder sind mir zu groß. Franz von Assisi, Albert Schweitzer oder Ghandi für mich zu bemühen scheint mir übertrieben. Ich fände es in beruflicher Hinsicht überzeugender, wenn es mir gelänge das Leben meiner Kolleginnen und Kollegen ein klein wenig einfacher und das der Schülerinnen ein wenig spannender zu machen.

Ihr Held / Ihre Heldin Ihrer Kindheit / Jugend?

Mein Vater!

Haben Sie sich ehrenamtlich engagiert? Sind Sie ehrenamtlich engagiert?

In meiner Kirchengemeinde war ich Mitglied im Kirchenvorstand und Gesandter im Pfarrgemeinderat. Leider musste ich diese Tätigkeit wegen meines Wechsels zum Mariengymnasium aufgeben.

Welchen Hobbys gehen Sie nach?

Ich laufe mehrmals die Woche zwischen 7 und 10 Km. Außerdem bin ich Motorradfahrer. Ich lese gern und interessiere mich für Filme.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ivo Andric, „Die Brücke über die Drina“. Das wollte ich schon seit Jahren lesen und bin neulich in einem Antiquariat darüber gestolpert.

Was war Ihr Lieblingsbuch / Ihre Lieblingsmusik als Teenager?

Das sind schwere Fragen, weil man ja schon einige und so viele verschiedene und auch gute Bücher gelesen hat. Viele Bücher passen anscheinend nur in einen bestimmten Lebensabschnitt, später findet man das dann gar nicht mehr so aufwühlend. Am meisten amüsiert hat mich T.C. Boyles „Wassermusik“.

Als Teenager in den späten 80ern war es sehr modern, möglichst deprimiert zu wirken, entsprechend war die Musik: Ann Clark, The Smith, The Cure… Auch wenn wir eigentlich gar nicht deprimiert waren.

Wenn Sie nicht Lehrer / Lehrerin geworden wären, welchen Beruf hätten Sie dann ergreifen wollen?

Jurist, ich mag Gesetze, oder KFZ-Mechatroniker, ich mag Fahrzeuge.

Worüber können Sie herzlich lachen?

Über mich und über die Unverschämtheit meiner Kinder.

Worüber ärgern Sie sich am meisten?

Über Ignoranz, Dünkel, wenn Menschen nicht mitdenken und über die Unverschämtheit meiner Kinder.

Wie und wo verbringen Sie gerne Ihren Urlaub?

Im Kreis meiner Familie an einem ruhigen, schönen Ort. Aus Europa muss ich dazu nicht weg, Fernreisen mit tagelangen Anfahrten liegen mir nicht so.

Ihre Meinung zu den digitalen „sozialen Medien“ wie Facebook, Twitter, Instagram oder TikTok?

Das gehört zu unseren Zeiten dazu, ich bin aber kein eifriger Nutzer. Aus dem Tagesablauf meiner Kinder sind soziale Medien nicht weg zu denken, auch wenn mich das manchmal ärgert.

Ihre Lieblingsstelle in der Bibel?

Da gibt es viele. Eine besonders eindrucksvoll entstammt der Karfreitagsliturgie bei Matthäus: „Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei…“ Wenn man den Hintergrund versteht, ist das ein ungemein starkes Bild und unterstreicht eindrucksvoll die Erlösungsleistung des Gottessohnes für uns Menschen. Oder die Stelle aus dem 8 Kapitel des Johannesevangeliums: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen…“ Ich denke, das ist so. Wenn man sich in Gottes Liebe geborgen weiß, dann hilft das einem auch in dieser Welt.

Ihr Lebensmotto? 

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist!