Mariengymnasium Papenburg in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück

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17.04.2019

Theater am MG: Tödlicher Drogenkonsum

Wenn einmal einmal zu viel ist...

„Tödlicher Drogenkonsum“ - Schülerinnen des Mariengymnasiums erleben Theaterstück zur Drogenprävention

Als Veranstaltung zur Drogenprävention besuchte die Theatergruppe „Weimarer Kultur-Express“ mit dem Stück „Drogen: von Gras zu Crystal“ das Mariengymnasium, um den Schülerinnen der 8. und 10. Klassen zu veranschaulichen, wie aus dem vermeintlich harmlosen Konsum von Cannabis tödlicher Ernst wird.
Zur Geschichte: Anne und Frieda, dargestellt durch die Schauspielerinnen Francesca Menges und Madeline Hartig, kennen sich schon seit der Kindergartenzeit. Damit sie sich nicht aus den Augen verlieren, schlägt Frieda ihrer Freundin Anne vor, gemeinsam den alten Schuppen ihres Großvaters zu renovieren. Anne stimmt zu. Die schwarzen Planen, die zu Beginn des Stücks die Bühne verdecken und symbolisch eine düstere Stimmung erahnen lassen, werden weggezogen, Aufbruchsstimmung macht sich in der nun zum Vorschein kommenden Scheune breit, ein Gefühl von Freiheit. Zur Belohnung nach getaner Arbeit raucht Frieda Cannabis und überredet ihre anfangs skeptische Freundin Anne, es ihr gleich zu tun.

Aus dem gelegentlichen Konsum wird bei Frieda nun in den folgenden Szenen bitterer Ernst: Vom Cannabiskonsum, oft nach dem Rauchen von Zigaretten der Ersteinstieg in den illegalen Drogenkonsum, steigt Frieda schrittweise um auf die zerstörerische Droge „Crystal Meth“, eine synthetische Droge, die seit einigen Jahren auch in Deutschland konsumiert wird.

Gründe für den ersten Kontakt mit Drogen liegen bei Frieda im Leistungsdruck, den ihre Eltern aufbauen, und in den Versagensängsten Friedas, den Ansprüchen ihrer Eltern und Lehrer nicht gerecht zu werden. Die Scheune wird zunehmend zur „Drogenhöhle“.

Anne erkennt jedoch frühzeitig, dass ihnen ihr gemeinsamer Drogenkonsum zu entgleiten droht. Sie zieht daraus die Konsequenzen, hört auf und versucht Frieda davon zu überzeugen, auch diesen Schritt zu gehen. Während einer wilden Autofahrt unter Drogen werden die Auswirkungen von „Crystal Meth“ dramatisch sichtbar.

Anne erkennt die ernste Lage ihrer Freundin. In einem Dialog zwischen den beiden wird klar, wie tief Frieda bereits im Drogensumpf steckt und wie weit sich die beiden wegen der Drogensucht Friedas voneinander entfernt haben. Das Stück endet nach 60 Minuten dramatisch, vom Spielverlauf jedoch unvermeidbar und damit realistisch, im Tode Friedas.

Die Aufführung und das anschließende Gespräch der beiden jungen Schauspielerinnen mit den Schülerinnen machten deutlich, wie wichtig es ist, sich bei Problemen möglichst schnell Freund*innen oder Beratungslehrern anzuvertrauen, damit frühzeitig Hilfestellungen möglich sind. Denn bei zu später Hilfe, das zeigte das Stück eindrucksvoll, ist es für die Drogenabhängige schnell zu spät.

Das Stück enthält auch für Lehrkräfte und Eltern eine Botschaft, nicht durch überzogene Leistungserwartungen Schüler bzw. Jugendliche zu einer Flucht in den Drogenkonsum zu verleiten. Wenn ein sensibler Blick für die Probleme oder die Anzeichen von Drogenkonsum von Mitschülerinnen bzw. von Jugendlichen entwickelt wird, wäre schon viel durch das Theaterstück erreicht worden.

Kompetente und anonyme Beratung zu diesem Thema ist jederzeit bei den Suchtberatungsstellen der Caritas oder der Diakonie in Papenburg möglich. Erste Hilfestellungen bieten aber auch unsere Beratungslehrerinnen Frau Hummrich und Frau Kröger.

Ein besonderer Dank gilt dem „Verein der Freunde und Förderer des Mariengymnasiums“ für dessen großzügige finanzielle Unterstützung dieser Präventionsveranstaltung, die es den Schülerinnen ermöglichte, kostenlos das Theaterstück zu besuchen!

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